SHEPHERD

 | Kategorie: Analog, Reportage

SHEPHERD

Es gibt Berufe, die älter sind als jede Industrie. Sie folgen dem Rhythmus der Natur und werden über Generationen weitergegeben. Der Hirte ist einer davon.

SHEPHERD ist ein internationales fotografisches Langzeitprojekt (2026–2032), in dem ich Hirten auf der ganzen Welt begleite. Dabei dokumentiere ich Menschen, die Landschaften pflegen, Tiere führen und Wissen bewahren, das zunehmend verschwindet. Das Projekt versteht sich als visuelle Erzählung über Kultur, Verantwortung und die Verbindung zwischen Mensch, Tier und Natur.


 

Ein persönlicher Ursprung

 

Dieses Projekt ist nicht zufällig entstanden, sondern tief in meiner eigenen Geschichte verwurzelt.

Mein Großonkel war Hirte, und ich durfte ihn über längere Zeit begleiten. So habe ich seine Welt nicht nur gesehen, sondern erlebt. Dabei wurde mir bewusst, wie eng seine Existenz mit den Tieren, dem Land und den Jahreszeiten verbunden war. Gleichzeitig habe ich die Einsamkeit gespürt, aber auch die Härte und den Wandel, der diese Lebensweise zunehmend bedroht.

Diese Erfahrungen prägen meine Arbeit bis heute. Mit SHEPHERD versuche ich, diese Welt sichtbar zu machen — nicht als Nostalgie, sondern als gegenwärtige Realität.


 

Warum dieses Projekt wichtig ist

 

Hirten bewahren eine der ältesten nachhaltigen Wirtschaftsformen der Menschheit. Ihre Arbeit schützt Böden, erhält Biodiversität und formt über Generationen hinweg ganze Landschaften.

Gleichzeitig gerät dieses Wissen unter Druck, denn Klimawandel, Industrialisierung und gesellschaftlicher Wandel verändern diese Lebensweise grundlegend.

Deshalb reise ich für dieses Projekt in unterschiedliche Regionen — von Bergen bis zu Steppen und abgelegenen Gebieten — und dokumentiere Menschen, deren Alltag ebenso verletzlich wie essenziell ist.

Im Kern geht es dabei um:

  • Kultur und Tradition

  • Ökologie und Nachhaltigkeit

  • Identität und Verantwortung

  • sowie die Zukunft unserer Beziehung zur Natur

 


 

Mein fotografischer Ansatz

 

Ich arbeite bewusst mit analogem Film, weil diese Form der Fotografie Zeit, Geduld und Präsenz verlangt. Genau diese Qualitäten prägen auch das Leben der Hirten.

Durch diese Herangehensweise entstehen Bilder, die ruhig wirken und gleichzeitig eine besondere Tiefe haben. Statt schneller Ergebnisse geht es um Nähe und Vertrauen, denn echte Begegnungen entwickeln sich nicht in Stunden, sondern über Tage, Wochen oder sogar Jahre.

SHEPHERD ist deshalb mehr als ein fotografisches Projekt. Es ist ein wachsendes Archiv, ein Zeugnis und eine Spur menschlicher Lebensweisen.


 

Langfristiges Ziel

 

Aus diesem Projekt entwickeln sich über die Zeit verschiedene Formen:

  • ein internationales Fotobuch

  • Ausstellungen

  • Vorträge

  • sowie ein kontinuierlich wachsendes Archiv

 

So entsteht ein Werk, das sich über Jahre hinweg erweitert und verdichtet.


 

Teil dieser Reise werden

 

SHEPHERD ist ein unabhängiges und langfristiges Projekt.

Wenn du meine Arbeit verfolgst, Bilder teilst oder das Projekt weiterempfiehlst, trägst du dazu bei, diese Geschichten sichtbar zu machen. Dadurch wird es möglich, diese Reise fortzusetzen und eine verschwindende Kultur zu dokumentieren.

Falls du das Projekt aktiv unterstützen oder begleiten möchtest, findest du weitere Informationen auf meiner Website oder kannst mich direkt kontaktieren.

Edmund Isa

office@edmundaut.at

 

Leica M4