Dunkelkammer

 | Kategorie: Analog, Reportage

Meine Dunkelkammer in Melk

Meine Dunkelkammer in Melk ist für meine fotografische Arbeit etwas Besonderes. Sie gibt mir die Möglichkeit, unabhängig von externen Laboren zu arbeiten – vom entwickelten Film bis zum fertigen Bild.

Ich kann meine Filme selbst entwickeln, die Negative beurteilen und sie anschließend direkt in der Dunkelkammer vergrößern. Dieser gesamte Prozess an einem Ort ist für mich enorm erleichternd und gibt mir gleichzeitig die Kontrolle über meine Arbeit zurück. Nichts wird einfach abgegeben und irgendwo verarbeitet. Ich begleite jedes Bild von seinem ersten Schritt auf dem Film bis zum fertigen Print.

Fotografie zum Anfassen

In meiner Dunkelkammer finden auch Workshops statt. Dabei geht es nicht nur darum, etwas über analoge Fotografie zu erzählen, sondern den gesamten Prozess selbst zu erleben – vom Film über die Entwicklung bis zur eigenen Vergrößerung.

Auch meine Hochzeitspaare haben die Möglichkeit, nach ihrer Hochzeit mit ihren Bildern in die Dunkelkammer zu kommen und selbst Hand anzulegen. Gemeinsam entsteht aus einem aufgenommenen Negativ ein echtes, physisches Bild.

Gerade in einer Zeit, in der künstliche Intelligenz Bilder immer einfacher erzeugen und verändern kann, ist mir dieser Prozess besonders wichtig.

Ein analoges Foto beginnt mit einem echten Moment. Licht trifft auf Film, ein Negativ entsteht und später wird dieses Bild mit den eigenen Händen auf Fotopapier vergrößert. Man kann den Prozess nicht einfach rückgängig machen oder beliebig verändern.

Am Ende hält man nicht nur eine Datei in der Hand, sondern ein Bild, das tatsächlich entstanden ist – ein Stück Fotografie, das man selbst gemacht und angefasst hat.

Für mich ist genau das die Besonderheit der analogen Fotografie:
Sie verbindet den Moment mit dem Handwerk.